Osteoporose - (k)eine Kinderkrankheit?
Osteoporose - (k)eine Kinderkrankheit?
www.fitnessonline.at Die Ursachen für Osteoporose sind weitgehend geklärt. Entweder es ist eine Stoffwechselstörung im Phosphor-Kalzium-Haushalt oder andererseits eine hormonelle Störung. Zusätzlich weiß man schon seit langem, dass auch die Knochenstruktur im regelmäßigen Ab- und Aufbau auf die äußeren
Be- und Entlastungen derselben sehr gezielt reagiert. Dass dies nicht erst dann beginnt wenn sich eine Osteoporose ausformt, sondern bereits im Kinder- und Jugendalter, ist in der Bevölkerung weniger bekannt. Hier werden, wie auf ein Bankkonto, "Einzahlungen" in Form von entsprechender Ernährung und entsprechenden Belastungen gemacht, welche sich unter dem Fachausdruck "peak bone mass" (pbm) manifestieren. D.h. nichts anderes als: je mehr Knochenmasse während der Kindheit, Jugend aufgebaut wird, desto später wird während des Knochenabbaus im weiteren Leben die erwähnte kritische Bruchgrenze überschritten werden. Zum Aufbau einer möglichst großen Knochenmasse wird eine ausgewogene kalciumreiche Ernährung und körperliche Aktivität unter gleichzeitiger Meidung schädigender Nahrungsmittel (besonders Softdrinks), Alkohol und Nikotin empfohlen.
In einer im Oktober 2006 publizierten Studie an 1413 Frauen und 1125 Männern (durchschnittliches Alter 59 Jahre), TeilnehmerInnen der "Framingham Osteoporosis Study", konnte ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cola und einer niedrigeren Knochendichte im Hüftbereich, nicht jedoch im Lendenwirbelbereich, festgestellt werden. Mit Hilfe der DEXA-Methode wurde nachgewiesen, dass die mittlere Knochendichte von Frauen bei täglichem Cola-Genuss im Oberschenkelhals um 3.7% unter jener von Frauen lag, welche weniger als ein Cola pro Monat tranken. Ähnliche Resultate zeigten sich auch bei Diät-Cola und coffein-freiem Cola, wenn auch weniger ausgeprägt.
>> Es gibt inzwischen auch Studien an Frauen zwischen 35 und 45
>> Jahren,
einem Alter in der sich oft die ersten Anzeichen einer beginnenden Osteoporose finden lassen, die den Nachweis brachten, dass eine Erhöhung der
Knochenmineraldichte bis zu 10% durch entsprechendes Muskeltraining
erreicht werden kann. Diese Testgruppen trainierten 3 mal wöchentlich über einen Zeitraum von 18 Monaten. Eine nicht trainierende Vergleichsgruppe verlor im selben Zeitraum 1,9% an Knochenmineraldichte! <<
Ähnlich wie der Muskel reagieren die Knochen in ihrer versteifenden Struktur auf Reize von außen - Druck oder Zug der im und am Knochen verankerten Muskeln bzw. Sehnen und Geweben, sowie Belastungen durch zusätzliches Gewicht. Die Strukturen verstärken sich, verdichten sich um den neuen Herausforderungen stand zu halten. Der Knochen wird stabiler ! In unserer gut genährten und eigentlich auch aufgeklärten Zeit sollte Osteoporose weitgehend eingedämmt werden können.
Und doch zeichnet sich für die Zukunft eher das Gegenteil ab. Unser "sedentary lifestyle" (sitzender Lebensstil) beginnt bei vielen inzwischen bereits im Kinder- und Jugendalter beim untätigen Sitzen vor TV oder der Spielkonsole, überlangem Sitzen in der Schule und zu wenig Bewegung und Sport.
